Adventsstollen - die Herstellung
Auch in unserer Konditorei beginnen die Vorbereitungen der Weihnachts- und Stollenbäckerei bereits im September.
Rohstoffe bestellen, Rezepte hervorholen, Verpackungsmaterial bevorraten, die Stollenbäckerei nimmt ihre Arbeit emsig auf.
Rohstoffe werden sortiert und abgewogen. Dazu gehören Mehl, Hefe, von Hand ausgelesene Sultaninen (bei Rosinenstollen), Rum und weitere Zutaten wie Butter, Zucker, Salz, Milch, Mandeln, Orangeat, Zitronat und die - selbstverständlich geheime - Stollengewürz-Mischung.
Ein wohlschmeckender Stollen bedarf jedoch noch weiterer Vorbereitungen:
Sultaninen in Rum einlegen, Hefeteig mit Mehl, Milch, Hefe, Zucker herstellen, alle Zutaten entsprechend temperieren...
Wenn alle Zutaten vorbereitet sind, werden sie langsam und gründlich, in einer genau vorgegebenen Reihenfolge, miteinander vermischt.
Danach muss der Hefeteig "gehen". Als nächstes wird der Stollenteig portioniert, geformt, lang gerollt und auf die Stollenbleche (Backbleche) aufgesetzt.
Jetzt werden die noch rohen Stollen flach eingeschnitten und in den heißen Backofen geschoben.
Wenn die Stollen dann goldgelb und lecker gebacken sind, werden sie aus dem Ofen geholt - Weihnachtsstimmung hält Einzug in die Stollen-Bäckerei.
Bei Rosinenstollen werden nun die eventuell zu dunkel gebackene Sultaninen, nach einer Abkühlphase, vom Stollen abgelesen. Der Stollen soll nicht nur eine Gaumenfreude sondern auch eine Augenweide werden!
Der noch warme Stollen wird nun mit reichlich Butter bestrichen und etwas später mit weißem Puderzucker bestäubt. Eine Delikatesse ist geboren - der Stollenbäcker ist Stolz auf seine Arbeit. Seinen geschmacklichen Höhepunkt erreicht der Christstollen nach ca. 3-4 Wochen Lagerung.